Ein musikalisches Feuerwerk in der Goetheschule

Franz Liszt hätte seine Freude gehabt. Immerhin erfand er doch die Konzerte für die „Massen“, so Gintaras Januševičius. Liszt habe es mit seinem virtuosen und grandiosen Klavierspiel verstanden, so zu unterhalten, dass er spielen musste, bis alle zur Verfügung stehenden Flügel „kaputt gespielt“ waren. Eins vorweg: Der Steinway Flügel in der Aula der Goetheschule ist nach wie vor in bestem Zustand, aber ein virtuoses und grandioses Klavierkonzert durfte auch er erleben.

Im Rahmen der Veranstaltung „Feuerwerk Einbeck“ zeigten elf Pianist:Innen in der Aula der Goetheschule dem fünften Jahrgang ihr Können. Die Klänge der klassischen Stücke verrieten den jungen Zuhörerinnen und Zuhörern, welch hohes Können der Interpreten sich hinter den durchaus melodiösen und sich dem Ohr einschmeichelnden Passagen verbirgt: Etliche der Nachwuchstalente sind bereits Preisträger verschiedener Wettbewerbe. Ein Jahrgang derart junger Schüler:Innen wie in der Goetheschule ist kein alltägliches Publikum für derart talentierte Musikerinnen und Musiker – insofern war für sie dieser Konzertvormittag in der vergangenen Woche ein charmantes Lernfeld. Profitiert haben aber auch die jungen Goetheschülerinnen und Goetheschüler: Gerade das „junge Alter“ der weiblichen wie männlichen Klaviervirtuosen baute eine Brücke zwischen Publikum und Interpreten. So interessierte den fünften Jahrgang in der Fragerunde, die sich an das Konzert anschloss, in welchem Alter die jetzt 16jährige Maria Alice Poenariu aus Rumänien mit dem Klavierspiel begonnen habe. Erneut zeigte sich in der Goetheschule der Akademieleiter Gintaras Januševičius als charmanter und kenntnisreicher Moderator, der mit Anekdoten wie der eingangs erwähnten oder  kurzweiligen Einführungen in das jeweils vorgespielte Musikstück alle Anwesenden in seinen Bann zog. So war dieser Vormittag im Zeichen des „Feuerwerks Einbeck“ ein besonderer, an dem die Goetheschule so viele talentierte Gäste aus den unterschiedlichsten Nationen wie den USA, China, Rumänien, Litauen, der Ukraine, den Niederlanden und auch aus Deutschland/Ghana/Kamerun begrüßen durfte. Dafür ein Dank an de Tangobrücke. Möge das Feuerwerk in den Herzen und Ohren aller Beteiligten noch lange nachklingen!

Susanne Mosler