Entlassungsgottesdienst des Abiturjahrgangs 2021 der Goetheschule Einbeck

„Das Senfkorn ist das kleinste unter den Samenkörnern. Aber wenn es gesät ist, wird es größer als alle anderen Kräuter.“

Unter diesem Motto feierte der Abiturjahrgang 2021 der Goetheschule den traditionellen Abschlussgottesdienst in der St. Alexandri Kirche zu Einbeck. Die Abiturient*innen wählten bewusst dieses biblische Gleichnis vom Senfkorn, um die unglaubliche Kraft eines produktiven Miteinanders zu betonen. Wie das aus eigener Kraft überlebensfähige Senfkorn schon in sich eine Stärke trage, so ergehe es auch dem Einzelnen: „Alleine bist du stark.“ Diesen im spielerischen Rückblick auf die Schulzeit geäußerten Satz entwickelten die Abiturient*innen weiter zu der Erkenntnis, im Zusammenhalt liege eine weitaus größere Kraft: „Gemeinsam ist man stärker.“ Und dies gelte nicht nur für die guten, sondern auch für die schlechteren Zeiten im Leben – für Sonne wie für Regen. Die Bereitschaft, wie das Senfkorn zu wachsen, spiegelt sich wieder im Motto des Abiturjahrgangs: „Abinopoli – heute Schützenstraße, morgen Schlossallee.“ Wer oder was die Schlossallee für die einzelne Abiturientin, für den einzelnen Abiturienten sei, das sei noch unklar, aber jede und jeder solle bereit sein, wie das Senfkorn zu wachsen. In seiner Predigt unterstrich Pastor Daniel Konnerth diesen Blick auf die Bibelstelle. Das Senfkorn enthalte alles Wesentliche im Kern: die Vergangenheit mit der Erinnerung an die Freundschaft und das große Ganze des Schullebens, die Gegenwart des bestandenen Abiturs mit dem folgenden Aufbruch sowie die Zukunft, momentan noch ungewiss, aber mit dem Wissen, dass das Senfkorn eine Verheißung in sich trage, die länger andauere… 

Zusammen mit dem Religionslehrer Markus Luster hatte der Abiturjahrgang den Abschlussgottesdienst vorbereitet, wobei Rieke Lutat, Gilda Bode, Lisa Marie Henschke, Naike Rudolph, Jona Goebel, Julia Heitmüller, Julia Rohmeier, Jonathan Marschke, Marie Jo Bode, Merle Oelsen, Alex Mandratzis, Benjamin Haefner und Melissa Woschnitza tragende Rollen übernahmen. Die musikalische Umrahmung wurde gestaltet von Julia Heitmüller, Melissa Woschnitza und Ulrike Hastedt. Die Kollekte kommt Projekten des Pädagogisch-Therapeutischen Förderzentrums Einbeck zugute. 

Was bleibt? Den Abiturienten bleibt die Erinnerung, wie Marie Jo Bode hervorhob: „Insgesamt hatten wir eine tolle Schulzeit an der Goetheschule, die wir in guter Erinnerung behalten werden.“ Und dem Team der Goetheschule bleibt es, all ihren Abiturient*innen alles Gute für ihre Zukunft zu wünschen. Und mögen die Eltern, die Goetheschule und Einbeck den „Boden“ gut bereitet haben, auf dem die „Senfkörner“ nun erblühen und wachsen können!

von Susanne Mosler