Goethe lädt ein: Der inklusive Umgang mit autistischen Kindern und Jugendlichen in der Schule?

Die inklusive Schule wurde in Niedersachsen zum Schuljahresbeginn 2013/14 verbindlich eingeführt, um eine umfassende und uneingeschränkte Teilhabe jedes Einzelnen am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Eine bestehende Autismus-Spektrum-Störung ist immer eine besondere Herausforderung: für das betroffene Kind, für die Klassengemeinschaft, für die unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer. Im täglichen Miteinander prallt häufig das auf beiden Seiten zu bemerkende Unverständnis aufeinander. Auftretende, für die Störung typische Verhaltensweisen werden als merkwürdig, als unangemessen, zum Teil sogar als beängstigend empfunden, da nicht immer das allgemein akzeptierte Verhalten zu beobachten ist. Auf der anderen Seite erkennt ein Mensch mit Autismus z. B. soziale Signale bzw. Ironie nicht. Die Erscheinungsformen und Ausprägungen der Autismus-Spektrums-Störung sind dabei sehr heterogen.

Der Vortrag, der von Frau Keil, Autismus-Therapeutin am Autismus-Zentrum Göttingen, gestaltete wird, findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Goethe lädt ein“ am Dienstag, dem 28. Januar, um 19:00 Uhr in der Bibliothek der Goetheschule statt. Er soll zum einen fundierte Basiskenntnisse über die Autismus-Spektrum-Störung vermitteln, um Verständnis für die auftretenden Verhaltensweisen zu fördern. Zum anderen soll er Möglichkeiten zum Umgang mit betroffenen Kindern und Jugendlichen aufzeigen: Welche konkreten individuellen Unterstützungsmöglichkeiten existieren? Wie gehe ich mit bestimmten Verhaltensweisen um, die als störend empfunden werden?
Der ca. einstündige Vortrag richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer, Erziehungsberechtigte sowie an interessierte Schülerinnen und Schüler. Der Eintritt ist frei.

J. Herting (Inklusionsbeauftrage) und A. Steinberg (pädagogische Koordinatorin)

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