das Xperiment überzeugt mit Vielseitigkeit und sängerischem Können

„And I like it“ war sich das begeisterte Publikum bereits in der Pause einig. Mit dem tourgebenden Hit “Rocking all over the world”, aus dem diese Liedzeile stammt, eröffnete die a cappella-Gruppe aus Hattdorf am 19. August in der Goetheschule das FinE, das Festival in Einbeck. Einige Zuhörer gestanden, „Wiederholungstäter“ zu sein, und bereits zum 2. oder 3. Mal den Mix aus stimmiger Choreografie sowie interessanten und zum Teil ungewöhnlichen Arrangements zu genießen. Und dass nach dem Konzert sicher wieder einige Fans mehr dazugekommen sein dürften, bewies der frenetische Beifall am Ende, für den sich „das Xperiment“ mit „Barcelona“ als Zugabe bedankte.

Unter 36 Füßen bebte bei manchen Songs der Bühnenboden in der Aula der Goetheschule und 18 Stimmen imitierten zuweilen eine gesamte Band. Besonders bei den präzisen Einsätzen zeigte sich das Ergebnis der vorherigen intensiven Probephase. Die anspruchsvollen Bearbeitungen mit interessanten rhythmischen Raffinessen stammen aus der Feder von André Wenauer, der auch informativ und mit großem Unterhaltungsfaktor durch das Programm führte. Das von ihm angekündigte „Allerwelts-Medley“ verdiente wirklich seinen Namen. Für jeden Musikgeschmack war bei diesem musikalischen Kurztrip durch einige Länder etwas dabei. Herrlich witzig war hier die Choreografie: landestypischen Tänze und Mimik sowie Gestik der Akteure unterstrichen den jeweiligen Charakter und die Aussage des Liedes. Zuvor hatten die Sängerinnen und Sänger mit „Urlaub in Südafrika“ den Individualtouristen auf´s Korn genommen.

Besonders emotional waren die technisch unverstärkten Lieder, wie das sehr ungewohnt und deshalb besonders reizvoll arrangierte „Scarborough Fair“ oder der Chanson „Göttingen“.

Man darf gespannt auf das nächste „Xperiment“ sein.

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