Windsurfkurs 2017 auf Rügen

Nachdem 19 Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs der Goetheschule Einbeck in den letzten Monaten im Oberstufenkurs von Herrn Maume die Theorie des Windsurfens erlernten und sich mit Hilfe von verschiedenen Praxiseinheiten auf die anstehende Surffahrt vorbereiteten, konnte es am 07.05.2017 pünktlich um 8 Uhr endlich mit dem Bus in Richtung Dranske auf Rügen  losgehen. Der Sportkurslehrer Herr Maume war für die Leitung und Organisation der Fahrt verantwortlich und als zusätzliche Begleitperson fuhr Frau Inkermann mit. Beide konnten die Gruppe immer motivieren und auch nach anfänglichen physischen und psychischen „Wehwehchen“ aufmuntern.

Auf der Hinfahrt wurde ein Zwischenstopp in Prora eingelegt, um das von den Nationalsozialisten geplante KdF-Seebad unter der Führung eines netten Museumspäadagogen zu besichtigen, welches nie ganz fertig gestellt wurde und auch nicht für den eigentlichen Zweck genutzt worden ist, dennoch aber einen tiefen Einblick in die nationalsozialistische Ideologie und Herrschaftspraxis ermöglichte. Schließlich kamen wir gegen 19 Uhr nach einer langen Busfahrt im NoHotel in Dranske an. Nach dem Abendessen ging es noch zum Strand, um den Sonnenuntergang zu genießen. Der erste mutige Schüler betrat schließlich auch noch die kalte Ostsee.
Am Montag wurde an der Surfschule „Rügenpiraten“ mit der Unterstützung unserer Surflehrer Simon und Sebastian und unseren Lehrern das Aufbauen des Riggs geübt. Das Segelaufholen und der Surfstart wurden an Land mit dem Surfsimulator erprobt. Danach schlüpften alle das erste Mal in die engen Neoprenanzüge und gingen mit Brett und Rigg in den kalten Bodden, um das Segelaufholen zu üben. Trotz des starken Windes und des Wellengangs hatte jeder ein Erfolgserlebnis und konnte ein paar erste Meter auf dem wackeligen Brett zurücklegen.
Dienstag gab es wieder vorbereitende Simulatorübungen an Land gefolgt von zwei längeren Surfeinheiten, in welchen die Wende und die Halse geübt wurden.
Nachdem die Theorie des Windsurfens Montag- und Dienstagabend noch wiederholt und vertieft wurde, wir beim Surfen einige Male ins Wasser gefallen sind oder uns auch blaue Flecken oder Blasen geholt haben, schrieben wir am Mittwoch die Surfgrundscheinklausur, die jeder erfolgreich meisterte.
Donnerstagvormittag startete der Tag mit Aufregung wegen der am Nachmittag bevorstehenden Surfpüfung auf dem Wasser. Bevor es jedoch dazu kam, machten alle gemeinsam eine dreistündige Fahrradtour an den Nordstrand, in die Nähe von Kap Arkona, weil windtechnisch absolute Flaute herrschte. Schon etwas erschöpft, aber durch unsere Lehrer mit kleinen Kaubonbons gestärkt, machten wir uns anschließend für die Prüfung bereit, in der es galt, um zwei Bojen zu fahren und dabei eine Wende sowie eine Halse zu demonstrieren. Letztendlich bekam am Abend jeder seinen Surfgrundschein von den Surflehrern im Hostel überreicht und war erleichtert, dass er es geschafft hatte. Dieser Schein berechtigt zum Ausleihen von Surfmaterial an kommerziellen Surfschulen. Auch diesen Abend ließen alle gemeinsam, wie schon den Abend zuvor, bei mehreren Runden des spannenden Gesellschaftsspiels „Werwolf“ ausklingen. Auf dem Rückweg wurde noch ein kleiner Zwischenstopp in der schönen Hansestadt Stralsund eingelegt, die die Schüler in Kleingruppen erkunden konnten. Abends kamen wir dann wieder in Einbeck an.

Insgesamt war es eine sehr erfolgreiche, sportliche und lustige Woche, die durch das kalte und teils auch regnerische Wetter keinesfalls negativ beeinflusst wurde, da wir alle das Beste daraus gemacht haben, weshalb die Stimmung immer bestens war. Wir werden diesen Surfkurs sicher alle in sehr guter Erinnerung behalten.

Lina Hargefeld und Katharina Meyer

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